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Was ist eine verzinkte Drahtziehmatrize? Das Werkzeug verstehen, das verzinkten Draht formt

2026,09,11
Verzinkte Drahtziehmatrizen sind nicht einfach Löcher, durch die Metall hindurchtritt. Es handelt sich um Präzisionswerkzeuge, die entwickelt wurden, um den Durchmesser verzinkter Drähte zu reduzieren und gleichzeitig die Integrität der Beschichtung zu bewahren. Die Herausforderung besteht darin, dass sich Zink anders verhält als blanker Stahl oder Kupfer. Es ist weich, hat einen Schmelzpunkt um 419 °C und neigt stark dazu, an den Werkzeugoberflächen zu haften. Bei Ziehgeschwindigkeiten über 10 m/s kann die Reibung zwischen dem Zink und der Matrizenbohrung lokale Temperaturen auf über 300 °C ansteigen lassen – heiß genug, um die Beschichtung aufzuweichen und zu verschmieren.

Wolframcarbid-Matrizen sind nach wie vor das Arbeitspferd für viele verzinkte Drahtleitungen. Sie bieten eine gute Verschleißfestigkeit zu angemessenen Kosten und bewältigen den Zinkabrieb bei moderaten Geschwindigkeiten gut. Aber Hartmetall hat Grenzen. Zinkpartikel können sich mit der Matrizenoberfläche verschweißen und so eine Aufbaukante erzeugen, die den Draht zerkratzt und die Lebensdauer der Matrize verkürzt. Für die Hochgeschwindigkeitsproduktion oder Feindrähte unter 0,5 mm müssen Hartmetallmatrizen oft häufig überholt werden.

Premium-PKD-Drahtziehmatrizen beseitigen diese Einschränkungen. Polykristalliner Diamant hat eine fünfmal höhere Härte als Karbid und eine Wärmeleitfähigkeit von bis zu 500 W/mK. Das bedeutet, dass die an der Bohrung erzeugte Wärme schnell abgeführt wird, wodurch die Gefahr einer Zinkanhaftung verringert wird. Die hochglanzpolierte Oberfläche eines PKD-Stempels verhindert außerdem ein Anhaften, sodass Zink fließt und nicht verschmiert. In Versuchen mit verzinktem 0,2-mm-Draht hielten PKD-Matrizen achtmal länger als Hartmetall und reduzierten Oberflächenfehler um mehr als die Hälfte.

Die Formgeometrie ist ebenso wichtig wie das Material. Ein richtig ausgelegter Anstellwinkel und eine korrekte Lagerlänge sorgen dafür, dass sich die Zinkbeschichtung allmählich verformt und nicht abgeschabt wird. Die Schmierung muss auf das Matrizenmaterial abgestimmt sein – synthetische Schmierstoffe mit EP-Zusätzen eignen sich gut für Hartmetall, während PKD bei Formulierungen mit niedrigerer Viskosität oft eine bessere Leistung erbringt.

Die Wahl zwischen Hartmetall und PKD hängt vom Volumen und der Drahtgröße ab. Für langsam laufenden, groben Draht ist Hartmetall wirtschaftlich. Bei fein verzinktem Hochgeschwindigkeitsdraht zahlt sich Premium-PKD durch längere Lebensdauer und gleichbleibende Qualität aus. In jedem Fall bestimmt die Matrize, ob der Draht den Spezifikationen entspricht – oder zu Ausschuss wird.

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